Rund um Kapstadt

Im Anschluss an die 4x4-Tour zum Kalahari Gemsbock Reservat verbrachten wir eine Woche in Kapstadt.
Für diese Woche mieteten wir uns einen klimatisierten PKW.

Wir wohnten im "The Breakwater Lodge" , das ist ein ehemaliges Gefängnis mit zwar kleinen, aber sehr preiswerten Zimmern und direkt an der "Victoria & Alfred Waterfront" gelegen.
Dort findet man Lebensmittel, Bekleidung, Restaurants, Souveniers und Vergnügungen,auch kann man gefahrlos nachts wieder zurück ins nahe Breakwater gehen.

Besonders sehenswert ist das "Two Oceans Aquarium" . Auf 4000 qm sind rund 3000 Meeresbewohner aus dem Indischen und Atlantischen Ocean zu bewundern.
Direkt daneben der sehenswerte "Waterfront Art & Craft Market".

Gut 10 km vor der Küste liegt "Robben Island", das bis vor kurzem als Hochsicherheitsgefängnis diente. Sein berühmtester Gefangener war Nelson Mandela. Die Besichtigungsfahrt buchten wir an der Waterfront.

Lebhaftes Treiben herrschte auf dem "Green Market" im Zentrum von Kapstadt . Sehr schön und ruhig ist der "Company's Garden" , ein ehemaliger Obst- und Gemüsegarten, von holländischen Siedlern vor über 300 Jahren angelegt ,direkt neben dem Parlamentsgebäude.

Eine Tour mit Kleinbus brachte uns in die Townships, das sind die Wohngebiete der Colourerds und Schwarzen. Wir sahen Wellblechhütten und solche aus Holz- und Kartonresten gezimmert, aber auch die neuen festen Steinhäuser, die jetzt verstärkt für die Armen gebaut werden.
Die Armut und auch die Freundlichkeit der Menschen beeindruckten uns sehr.
Man sollte diese Fahrt jedoch nicht ohne professionellen Führer unternehmen!
Ebenfalls angeschaut haben wir uns das "District Six Museum" in der "Moravian Chapel" auf dem Areal des 1982 total zerstörten 6. Distrikts, wo wir auf erschreckende Weise die Auswirkungen der Apartheids Politik sehen konnten.

Ein Tagesausflug zum Kap der guten Hoffnung führte an vielen interessanten Orten vorbei. Da ist St. James an der False Bay mit seinen bunten Badehäuschen, die Pinguine am Bolders Beach, das Kapreservat selbst und der interessante Rückweg über Chapmans Bay mit dem spektakulären, in die Felsen gesprengte "Chapman's Peak Drive". Weil noch genügend Zeit war, besichtigten wir noch das alte Weingut "Groot Constantia"

An zwei Tagen fuhren wir entlang der False Bay ostwärts über Hermanus, wo man mit Glück Wale beim Blasen und Auftauchen beobachten kann, in das Weinland.
In Stellenbosch fand an diesem Abend das "Food & Wine Festival" in der Town Hall statt. So hatten wir eine sehr schöne Gelegenheit viele gute Weine dieser Gegend kennen zu lernen. Besonders erwähnen will ich noch die hilfreiche Gastfreundlichkeit des Veranstalters, der uns, in Ermangelung eines Taxis, persönlich mit seinem Auto in unsere Pension zurück brachte.

Die Fahrt mit der Seilbahn auf den Tafelberg machten wir spontan an einem Tag, als das "Tischtuch des Teufels" nicht darüber hing, also keine Wolken zu sehen waren. Die Aussicht von dort oben ist überwältigend. Man blickt je nach Standort über die Table Bay, oder die Camps Bay und im Süden die False Bay.

Auf dem Rückflug war unser Flugkapitän so freundlich, eine riesige Schleife über das Kap der guten Hoffnung zu fliegen, so dass wir einen letzten Blick auf die Kaphalbinsel mit seinen Bergformationen und Buchten hatten.